Zuchtviehversteigerungen im 1. Halbjahr 2018

Im heurigen Frühjahr fanden in der RGO|Arena in Lienz drei Zuchtviehversteigerungen statt.

Aufgetrieben wurden insgesamt 423 Rinder aller Rassen, Kategorien und Klassen, das sind um 11 % (+ 43 Stück) mehr als im Vorjahr. Davon wurden 92,5 % (391 Stück) auf der Versteigerung im Ring verkauft und 7,5 % nicht abgegeben; voriges Jahr wurden nur knapp 6 % im Ring nicht verkauft, was die etwas schwächere Preisentwicklung im heurigen Frühjahr widerspiegelt.
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Bei den Zuchtviehversteigerungen wurden im heurigen Frühjahr um 11 % mehr Rinder aufgetrieben und auch um 33 Stück mehr verkauft!  

Jungkühe:

131 Fleckvieh- und 3 Holstein-Jungkühe wurden im 1. Halbjahr im Ring verkauft. Dabei ist der netto Zuschlagspreis mit € 1.707,-- um € 100,-- gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Die unterschiedliche Qualität bei den einzelnen Versteigerungen hatte letztlich einen geringeren Einfluss auf den Preis als die Nachfrage auf dem Milchmarkt. Beispielsweise wurden im Jänner bei der Versteigerung die besten Jungkühe angeboten, aber der Preis war deutlich unter den Erwartungen, wegen der schlechten Nachfrage im italienischen Raum zu dieser Zeit. Hingegen ist bei der Mai-Versteigerung schon seit Jahren der beste Preis für Jungkühe im Frühjahr, weil die Sommermilch stark nachgefragt wird.
Die Qualität war mit 28 kg Milch Durchschnittsleistung identisch wie im Vorjahr mit einem Durchschnittsgewicht von 648 kg. Die schwächste Qualität wurde im März angeboten.
 

Erreichte Einsatzleistung der Jungkühe im Vergleich:

245 Fleckvieh-Kalbinnen wurden bei 3 Versteigerungen verkauft. Die Qualität war insgesamt sehr ansprechend; Kalbinnen hauptsächlich im Doppelnutzungs-Typ mit trockenen, korrekten Fundamenten, in einem hervorragenden Futterzustand wie im Frühjahr aus dem Stall üblich, die speziell auf dem italienischen Markt gefragt sind. Das Durchschnittsgewicht betrug 718 kg.
Speziell bei der Mai-Versteigerung wurden auch niederträchtige Kalbinnen angeboten. 28 % der Kalbinnen im Katalog waren weniger als 6 Monate trächtig! Der Durchschnittspreis liegt mit € 1.758,-- netto um knapp € 19,-- unter dem Vorjahres-Niveau
Weiters wurden 2 Pinzgauer-Kalbinnen um € 1.650,-- und 4 Braunvieh-Kalbinnen um € 1.635,-- über die Versteigerungen verkauft.
 
Der Inlandsmarkt lag mit 15 %, wie im Frühjahr üblich, auf einem sehr niedrigen Niveau. Die RGO|Vieh kaufte 297 Stück (= 76 %) der verkauften Rinder, und die restlichen 9 % wurden von den Firmen Schwaninger, Pustertaler Vieh-Export und Mühlegger ersteigert.
 
Nach Auslaufen des Blauzungen-Sperrgebietes in Oberkärnten wurden wieder mehr weibliche Fleckvieh Zuchtkälber angeboten. Der Durchschnittspreis der 19 verkauften Kälber betrug  € 497,-- netto im Ring.
 
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Die Jungkühe waren mit 1.939,-- netto bei der Mai-Versteigerung und die Kalbinnen mit 1.823,-- netto im März am teuersten.